Tornio

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Tornio

Tornio liegt im Norden Finnlands, in den Bottnischen Meerbusen, an der Mündung des Flusses Tornionjoki, auf einer Fläche von 1.227,09 Quadratkilometern. Tornio zählt zur Landschaft Lappland und hat rund 22.000 Einwohner. Historisch gehört aber meistens zur Region Peräpohjola.

Das Stadtgebiet Tornios besteht aus dem städtisch bebauten Zentrum und dem ländlichen Hinterland.

Das Gebiet von Tornio wurde von den ersten Menschen gegen Ende der letzten Eiszeit im 7. Jahrtausend v.Chr. besiedelt. Die erste ansässige Besiedlung entstand spätestens im 9. Jahrhundert n.Chr., am Unterlauf des Tornionjoki. Im 14. Jahrhundert wurde das Gebiet von dem schwedischen Reich beeinflusst und in die Kirchenverwaltung des Bistums Uppsala integriert. Bereits 1585 hatte König Johann III. die Gründung einer Stadt an der Mündung des Tornionjoki geplant. Damit wollte er den Lapplandhandel unter staatliche Kontrolle bringen. Aber erst unter König Gustav II. Adolf fand im Jahr 1620 die Gründung der Städte Umeå, Piteå, Luleå und Tornio statt. Tornio erhielt 1621 die Stadtrechte, womit sie die älteste Stadt von Lappland ist.

Tornio ist eine industrielle Stadt. Im Industriesektor sind 36 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. In den Ferrochrom- und Edelstahlwerken des Konzerns Outokumpu, welcher der wichtigste Arbeitgeber ist, arbeiten 2.300 Menschen. Neben der Metallindustrie gibt es in Tornio auch Getränke- und Textilindustrie. Hier wird auch eine der bekanntesten finnischen Biermarken, Lapin Kulta, hergestellt.

In Tornio hat der Tourismus eine weniger relevante Rolle als in anderen Teilen Lapplands, welche mit ihren Wildnisgebieten und Wintersportzentren viele Natur- und Skitouristen anziehen.
Die 1684–1686 errichtete Kirche von Tornio wird als die wichtigste Sehenswürdigkeit der Stadt bezeichnet.

Zu den baugeschichtlich hervorragendsten Holzhäusern, die sich im Stadtkern von Tornio befinden, gehören das Bürgermeisterhaus und das alte Rathaus, welches aus dem Jahr 1874 stammt.
Tornio hat auch zwei Museen und regelmäßige Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Peräpohjola-Markt, der jedes Jahr dreimal stattfindet. Darüber hinaus wird jeden Sommer hier und in Haparanda zwei Musikfestivals organisiert: Rajasoitto, ein Festival für Akkordeonmusik, Volkstanz und Volksmusik sowie das Jazz- und Blues- Festival Kalottjazz & Blues.

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