Tammisaari
Tammisaari
Die ehemalige autonome Stadt Tammisaari (finn.) (Ekenäs schwed.) liegt im Süden Finnlands, 90 km westlich der Hauptstadt Helsinki, im westlichen Teil der Landschaft Uusimaa, auf einer Fläche von 742,67 km², davon 15,94 km² sind Binnengewässer. Einwohnerzahl: 14.754. Das Stadtzentrum befindet sich auf einer Landzunge zwischen zwei engen Meeresbuchten. Durch die vorgelagerten Schären geschützte Lage und den Einfluss der Ostsee hat Tammisaari ein sehr mildes Klima. Aufgrund des Schärengartens und der günstigen Lage ist Tammisaari heute ein bevorzugtes Seglerrevier und hat einen Gasthafen, der in erster Linie von Seglern auf dem Weg von und nach Helsinki oft verwendet wird.
Das Gebiet Tammisaari gehörte zum Lehensgebiet der Burg Raseborg. 1528 war Tammisaari das Verwaltungszentrum des Burglehens. Der Ort erhielt 1546 die Stadtrechte. Die Kirche von Tammisaari stammt aus dem 17. Jahrhundert, ihre heutige Bauweise bekam sie nach dem Stadtbrand von 1821. Während der Periode der russischen Regierung ab 1809 war Tammisaari ein beliebter Badeort des russischen Adels. Um 1850 hatte Tammisaari ca. 1500 Einwohner. Im Jahr 1873 fand die Anbindung an die Eisenbahnstrecke von Hanko nach Hyvinkää statt, was zum Wachstum der Stadt führte. Tammisaari profitierte mit ihrem Tiefwasserhafen von der Ausdehnung der angrenzenden Metallwaren-Industriezentren von Billnäs und Fiskars. Des Weiteren ist die Stadt traditionell intensiv an die Seefahrt gebunden und bis heute Heimatland vieler Seeleute.
Im Altstadtviertel Barckens udde, welches unter Denkmalschutz steht, gibt es viele Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert und den ehemaligen Fischmarkt. In der Nähe von der Haupteinkaufsstraße Kungsgatan sind auf dem Slottsbacken die Trümmer einer frühmittelalterlichen Befestigungsanlage zu finden. Diese wurde aber nie fertiggestellt und zugleich bietet einen Blick über den Hafen. Mit dem 1906 konstruierten historischen Dampfschiff M/S Sunnan II werden im Sommer Ausflüge in den Nationalpark und den Schärengarten organisiert. Südlich des Nordhafens befindet sich die Strand Alleen, die einen großen Park hat. Am Ende des Parks gibt es den Freizeithafen und eine Seebrücke mit Restaurant, die in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Neben der Kirche gilt diese als eines der Wahrzeichen der Stadt.