Mikkeli
Die finnische Stadt Mikkeli hat eine Fläche von 2.124,62 Quadratkilometern. In der Stadt leben 48.722 Menschen. Mikkeli liegt genau in der Region Savo und ist ein evangelisch-lutherischer Bischofssitz.
Die ältesten Siedlungsspuren Mikkelis lassen sich auf die Steinzeit datieren. Doch eine dauerhafte Besiedlung entstand in Mikkeli erst im Hochmittelalter. Während des 13. Jahrhunderts lag die finnische Stadt genau im Grenzgebiet von Schweden und Nowgorod. Obwohl Mikkeli 1270 der Verwaltungssitz des Nowgoroder Kirchspiels war, sind von der ersten Kirche keine Überreste mehr erhalten.
Nowgorods verlor seine Macht durch den Vertrag von Nöteborg im Jahre 1323, was zur Folge hatte, dass auch das orthodoxe Christentum an Einfluss verlor. Seit dem Vertrag stand das Gebiet der Stadt unter dauerhafter schwedischer Kontrolle. So aus dem orthodoxen Kirchenspiel die katholische Großgemeinde Savilahti. Die heutige Stadt Mikkeli trug ebenfalls bis ins 6. Jahrhundert den Namen Savilahti.
In der Zeit der schwedischen Herrschaft entstand eine neue Holzkirche, von der heute noch die gemauerte Sakristei erhalten ist. Die Kirche ist das älteste noch erhaltene Bauwerk der Stadt, daher ist es heute noch das Wahrzeichen der Stadt. Durch den Schutzpatron dieses Sakralbaus ist auch der heutige Name der Stadt abgeleitet. So wurde der Name der Stadt Mikkelis, das erste Mal 1604 urkundlich erwähnt.
Im 18. Jahrhundert wurde Mikkeli an Schweden abgetreten. 1744 erhielt die Stadt das Marktrecht. Erst seit 1997 gibt es die gleichnamige Provinz nicht mehr. Seit dem ist Mikkeli die Hauptstadt der neuen Provinz Ostfinnlands und blieb es bis 2009.
